September 2009 / ParadiesStadt

Freiraumgestaltung | Im September 2009 wurde das Freiraumprojekt „ParadiesStadt – StadtParadies“ durch Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter und Till Noack, Geschäftsführer der Stadtwerke Jena-Pößneck, feierlich eröffnet. Es erstreckt sich von der Knebelstraße auf Höhe des Volksbades bis hin zur Saale. Über Stufen gelangt der Besucher von der Stadtseite aus in einen historischen Gang, der ihn unter dem Bahndamm hindurch in das kleine Paradies führt. Nachts wird dieser Durchgang mit Strahlern beleuchtet, die in den Boden eingelassen sind.

Eröffnung Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter

Eröffnung Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter

Der Besucher passiert den torartigen Bogen mit der Aufschrift „StadtParadies 45“, den die Fernwärmeleitung an dieser Stelle bildet, und gelangt an ein Rondell ausgestattet mit Sitzgelegenheiten. Folgt er dem Weg weiter in Richtung Saale, erreicht er an dessen Ende abermals einen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität. Sitzbänke laden dazu ein, den Blick über die Saale schweifen zu lassen. Von dem so genannten Saalebalkon aus kann man sich weit über das Ufer des Flusses hinaus lehnen.

Hintergrund | In Vorbereitung auf das Projekt wurde der Dehnungsbogen der Fernwärmeleitung bereits 2006 im Rahmen der Trassensanierung durch die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck in die Vertikale verlegt. Dadurch wurde eine Grundvoraussetzung des Projektes geschaffen: die Reaktivierung des Durchganges am Bahndamm gegenüber dem Volkshaus. Dieser Durchgang war mit dem Bau der oberirdischen Fernwärmetrasse in den 1970er Jahren geschlossen worden, also rund 40 Jahre nicht benutzbar.
Die Barriere zwischen Innenstadt und dem Landschaftspark, die sowohl der Bahndamm als auch die Fernwärmeleitungen an dieser Stelle darstellten, wird durch „ParadiesStadt-StadtParadies“ aufgehoben. Es entsteht ein zusätzlicher Eingang in das Jenaer Paradies.