Juni 2018 / EnergieTor

Kunst-Technik-Installation | Gewinnung und Nutzung von erneuerbarer Energie ist das Thema des diesjährigen Projekts EnergieTor. Zu der künstlerischen, technischen und theoretischen Auseinandersetzung mit diesem Zukunftsthema haben sich drei Partner zusammengeschlossen: die Freie Gesamtschule UniverSaale mit rund 80 Schülern, die ASI GmbH mit ihren Auszubildenden sowie die BürgerEnergie eG Jena.

Schüler der Oberstufe Kunstklasse 11 der UniverSaale setzten sich über ein halbes Jahr mit dem Thema Energie auseinander. Unter Leitung der Lehrerin Suselin Schwedas erarbeiteten sie im Rahmen des Kunstunterrichts „Energiemaschinen“ als Druckplatten, die im Hochdruckverfahren auf die Stützen und Rohre der Fernwärmeleitungen der Stadtwerke gedruckt wurden.

Das Thema und die entwickelten „Energiemaschinen“ wurden von weiteren Schülern der Stufen 9 und 10 unter Leitung des Kunstlehrers Jonas Beetz aufgegriffen. Auf Grundlage der erarbeiteten Druckvorlagen wurden Leuchtobjekte aus farbigen Polycarbonat-Platten in Form der „Energiemaschinen“ geschnitten und an gespannten Edelstahlseilen über den Fernwärmeleitungen „aufgefädelt“. In dieser Phase kooperierte die Schule eng mit dem technischen Partner ASI.

Die Auszubildenden von ASI konzipierten die nächtliche Beleuchtung von EnergieTor. Der hierfür benötigte Strom wird über eine kleine Solaranlage gewonnen, die auf die Stützen der Fernwärmeleitungen montiert wurde, und als Niedrigstrom über die zwei Edelstahlseile (plus und minus) mit den aufgefädelten Objekten geleitet. Die an den Stahlseilen befestigte LED Leuchtschläuche werden darüber mit Solarstrom versorgt und bringen die „Energiemaschinen“ aus farbigem Polycarbonat nachts zum Leuchten.

Fotomontage EnergieTor

Die Solaranlage ist mit einem Computer innerhalb der Schule vernetzt. Dort können die Schüler ablesen, wieviel Energie über das Solarmodul je nach Sonneneinstrahlung gewonnen wurde und wie hoch der Verbrauch für die Beleuchtung ist. Die Beleuchtung wird auch von hier aus zeitlich gesteuert.

Begleitet und theoretisch unterstützt wurde EnergieTor durch einen Vortrag „Energiewende in Jena“ von BürgerEnergie eG Jena (Prof. Dr. Reinhard Guthke).

Projektort | EnergieTor wurde an einem prominenten, viel frequentierten Ort in Jena realisiert: die Stelle, an der die Fernwärmeleitungen den Burgauer Weg queren. Benachbart zur Gesamtschule UniverSaale markiert dieser Ort den südlichen Eingang auf die Rasenmühleninsel und ins Paradies. Es ist deshalb auch Teil der Idee von EnergieTor, diese beschriebene Torsituation zu betonen. EnergieTor befindet sich am sogenannten Rohrmeter 35, also rund 3,5 Kilometer vom Heizkraftwerk Burgau entfernt in Richtung Innenstadt.

Finanzierung und Förderung | Das Projekt EnergieTor wird gefördert durch die BürgerEnergie eG Jena und die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH.

Vernissage | Die Vernissage der Kunst-Technik-Installation EnergieTor im Rahmen der Adern von Jena findet am Donnerstag, den 21. Juni um 16 Uhr am Rohrmeter 35 statt.