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Ziel des Projekts Adern von Jena ist es, das Negativ-Image der oberirdischen Fernwärmeleitung langfristig durch positive Ereignisse entlang der Trasse zu wandeln. Unter Einbeziehung lokaler Akteure sollen nicht nur die Fernwärmeleitungen selbst, sondern auch ihr Umfeld durch Inszenierungen und Interventionen an Qualität und Attraktivität gewinnen.

Die etwa vier Kilometer lange oberirdische Fernwärmetrasse zwischen Jena-Paradies und dem Heizkraftwerk Burgau wurde in den 1970er Jahren verlegt und ist eine der Haupversorgungsadern Jenas. Teilweise dicht über dem Boden verlaufend, teilweise aufgeständert ist sie raumwirksames Element der Stadt und insbesondere des Naherholungsraumes der Saaleauen. Aus wirtschaftlichen Gründen ist eine Verlegung unter die Erde nicht vorgesehen. Die Leitungen werden seit den 1990er Jahren sukzessive saniert und mindestens weitere dreißig Jahre in Betrieb sein.

Im Frühjahr 2004 startete das Experiment der Bauhaus-Universität Weimar und des Instituts für Europäische Urbanistik. In den Folgejahren haben die Adern von Jena als Kooperationsprojekt der Stadt Jena und der Stadtwerke Jena-Pößneck durch zahlreiche Aktionen auf sich aufmerksam gemacht.