April 2006 / KreisLauf

schülerwerkstatt | In den ersten Monaten des Jahres 2006 haben sich Schüler und Schülerinnen der Jenaplan-Schule damit befasst, ein Gestaltungskonzept für die „Koje 11“ [in der Nähe des Erdbeerfeldes bei Burgau ] der Fernwärmetrasse zu entwickeln. Unter dem Titel „KreisLauf“ wurden ein Labyrinth sowie ein Pavillon aus Weidenzweigen geplant, ein „Holzweg“ und Blumenringe. Zwischen zwei Radwegen gelegen, ist der entstandene Platz ein Ort des Rastens, Ruhens und Entspannens. Wortspiele auf den angrenzenden Fernwärmeleitungen beziehen sich auf unterschiedliche Assoziationen zum Thema „KreisLauf“.
Hilfestellung und Unterstützung bekamen die Schüler durch das Expertenteam „Adern von Jena“. Die konkrete Umsetzung der Entwürfe erfolgt im Rahmen der Schulprojektwoche der Jenaplan-Schule. Bei der Projektwoche 2006 geht es um Innovationen in Jena und für die Projektgruppe „KreisLauf“ selbst um das „Neuerfinden“ eines Landschaftsraumes, der Saaleauen. Neben eigenverantwortlichem klassenübergreifenden Arbeiten an der frischen Luft werden die Schüler sensibilisiert für aktuelle Initiativen in der Stadt [Adern von Jena] und in Thüringen
[Bundesgartenschau Gera & Ronneburg 2007].

Projekt-Team Jenaplan-Schule

vorgeschichte | Im Rahmen des Projektes „Adern von Jena“ wurden im Sommer 2004 die Wünsche der Jenaer Bevölkerung in einem „Wunscharchiv“ zusammen getragen. Rund 160 Bürger äußerten ihre Vorstellungen und Ideen zur Gestaltung der Fernwärmerohre und deren näherer Umgebung. Eine Vielzahl der Nutzer der angrenzenden Auenlandschaft sprach sich für so genannte „Weidenhäuschen“, gepflanzte „Labyrinth-Strukturen“ und „Hecken“ aus. Diesem Wunsch will das Teilprojekt „KreisLauf“ nachkommen. Seit Ende des vergangenen Jahres sind die „Adern von Jena“ offizielles externes Begleitprojekt der Bundesgartenschau Gera / Ronneburg 2007.

realisierung | Vom 31. März bis 7. April 2006 beschäftigen sich 18 Schüler und Schülerinnen der Klassen 7 bis 11 der Jenaplan-Schule mit dem Projekt „KreisLauf“. In einen 30 cm tiefen und genauso breiten Graben von ca. 100 m Länge werden Weidenzweige zu Gängen gepflanzt, Holzscheiben als Balancierweg und Sitzgelegenheit gesetzt, Blumenringe um Bäume drapiert und Wortspiele auf die Fernwärmerohre aufgebracht. Teil der Realisierungsphase ist eine Exkursion nach Gera zur Besichtigung des BUGA-Geländes.