Juli 2006 / SaaleLeben

visionen | Vom 28. bis 31. Juli 2006 erarbeiteten 13 Architekturstudierende der Bauhaus-Universität Weimar stegreifartige Gestaltungsvorschläge und Visionen für das Teilprojekt „SaaleLeben“.
Projekt-Ort war das Grundstück der ehemaligen Rasenmühle in der Nähe des Flusswehrs und dessen Nachbarschaft. Das Planareal in prominenter Lage direkt an der Saale liegt seit dem Brand 2004 brach.
Ziel war es, den Zugang zur Saale auf vielfältige Weise erlebbar zu machen und ufernahe Treffpunkte mit urbaner Qualität zu etablieren. Die erarbeiteten Konzepte sollten die benachbarten Fernwärmeleitungen der Stadtwerke mit einbeziehen. Ob Masterplan oder kleine Eingriffe – gefragt waren Ideen, die die unterschiedlichen Interessen von Stadt, Bürger und Investor berücksichtigten.

Burgauer Weg, Richtung Innenstadt

Brandruine an der Rasenmühleninsel

fragestellung | Sowohl die Fernwärmeleitungen als auch die Saale verlaufen in Nord-Süd-Richtung durch die Auenlandschaft von Jena und prägen auf ihre Weise die Stadt. Ebenfalls in Nord-Süd-Richtung liegen die Gleise der Deutschen Bundesbahn. Alle drei Elemente ziehen sich parallel entlang des Burgauer Weges ohne aufeinander zu „reagieren“.
Die Situation für die Fußgänger ist unbefriedigend, denn es gibt keinen Gehweg oder eine vergleichbare Schutzzone. Nicht nur die Autos bergen ein Gefahrenpotenzial sondern auch die Bahntrasse, die ohne irgendeine Art der Abgrenzung sogar von ICEs genutzt wird. Der Zugang zum schönen Flussufer wird durch bauliche Hindernisse über weite Strecken zusätzlich erschwert.
Wie können diese unterschiedlichen Elemente stärker aufeinander bezogen und dabei die Saale als attraktives Ausflugsziel aufgewertet werden? Wie kann die Situation für die Passanten verbessert werden? Welche Bedürfnisse der Bürger von Jena lassen sich hier verorten? Wie können im übertragenen Sinne die vorhandenen Energieströme für diesen Ort genutzt bzw. sichtbar werden?

Burgauer Weg in Richtung Lobeda

Besichtigung des Planareals