Juni 2007 / EnergieFluss

 

 

aktion | In einer Gemeinschaftsaktion ‚EnergieFluss‘ der ‚Adern von Jena‘ und ‚GartenStücke‘ wurde am Wochenende vom 15. bis 17. Juni ein etwa 200 Meter langer Teilabschnitt der Fernwärmetrasse in den Fokus der Wahrnehmung gerückt.

Gemäß dem Konzept der seit 2004 regelmäßig stattfindenden ‚GartenStücke‘ wurden auch bei dieser Aktion wieder Landschaftsarchitekten und Künstler eingeladen, sich vernachlässigter Orte anzunehmen und diese nach ihren Vorstellungen mit unterschiedlichsten kreativen Mitteln zu gestalten.

In diesem Jahr konnten Projekte von 20 Teilnehmern bewundert werden.

H. Ehrensberger, T. Freytag

hintergrund | In den 70er Jahren wurde die Fernwärmetrasse oberirdisch verlegt. In Teilbereichen bereits saniert, wird ihr von den Stadtwerken eine Lebenserwartung von mindestens weiteren dreißig Jahren zugesprochen. Sie ist und bleibt also präsenter Bestandteil der Jenaer Stadtlandschaft.

Der Trassenverlauf baut Barrieren auf und zerschneidet die Stadtlandschaft, zurück bleiben ungenutzte Flächen für die sich niemand verantwortlich fühlt. Insbesondere im Kontrast zu dem intensiv genutzten Jenaer Paradies erscheinen die ‚unbeteiligten‘ Rohrleitungen wie ein Fremdkörper.

konzept | Für ein Wochenende im Juni sollte dieses ‚unbeteiligte Nebeneinander‘ von Landschaft und Infrastruktur aufgehoben werden. Die Rohrleitungen wurden integriert und als Objekte inszeniert.

Dieses siebte Teilprojekt der ‚Adern von Jena‘ in Kooperation mit ‚GartenStücke‘ möchte darauf aufmerksam machen, dass die städtische Infrastruktur mehr sein sollte als ein notwendiges Übel zur Versorgung der Stadt und dass neben den technischen Belangen auch gestalterischen Ansprüchen Rechnung getragen werden sollte.